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Der Türken-Müller

Ein Luzerner und die Orientbahn


Start-up und Traumkarriere beim «Internet des 19. Jahrhunderts»: Die unglaubliche Geschichte des Luzerner Bauernsohns Jakob Müller (1857-1922). Er wurde oberster Chef vom Orientexpress. Wenn er mit Familie in die Ferien fuhr, wurde ein reservierter Salonwagen angehängt.


Der Bauernbub entschied sich für diesen «Start-up». Bei der Nordostbahn Eschers machte Jakob Müller die Stationslehre. Dann lockte ihn ein Angebot nach Konstantinopel. 1877 fing er bei der Orientbahn als Stationsgehilfe an. Genau vierzig Jahre später trat er zurück. Da war er der oberste Chef des Unternehmens, das nicht nur den weltberühmten Orient-Express betrieb, sondern auch den öffentlichen Nahverkehr in Konstantinopel und Saloniki.

1917 zog sich Müller von seinem Amt als Direktor und Delegierter des Verwaltungsrates zurück. Von den Balkanstaaten, von den Deutschen, von Österreich-Ungarn und sogar vom Iran erhielt er mehr als ein Dutzend hoher Orden, aber er trug sie nie. Er hatte die Orientbahn mit ruhiger Hand durch ärgste Wirren gesteuert: zuerst durch den Balkan-, dann durch den Ersten Weltkrieg.

Erstmals veröffentlichte Dokumente beweisen: Die Orientbahn war in allen diesen Jahren immer enorm rentabel gewesen. Investitionen wie Kriegsschäden wurden direkt aus dem Betrieb beglichen. Aktivierung und Abschreibung von Investitionen waren zeitweise nicht nötig.

Die geschickten Finanzregisseure, vor allem Arthur von Gwinner (Deutsche Bank) und Julius Frey (Schweizerische Kreditanstalt) hatten mit Absicht neutrale Schweizer an die Spitze der hoch rentablen Bahn im Unruheherd Europas gesetzt. Vor Jakob Müller war von 1897 bis 1913 Ulrich Gross aus Zurzach (1852-1916) die Nr. 1 bei der Orientbahn gewesen. Die beiden verstanden sich bestens. Bei den Anatolischen Eisenbahnen wirkte in vergleichbarer Funktion (und zum Teil für die gleichen Kapitalgeber) der Neuenburger Edouard Huguenin.

Der von Jakob Müller wesentlich mitgeprägte Erfolg der Orientbahn ermutigte die Investoren zum Bau der Bagdadbahn, der freilich erst 1940 zu Ende kam. Nicht zuletzt dank dieser legendären Bahnlinien schwang sich das müde und kranke Osmanische Reich zu letzter Grösse auf.




Weitere Bücher

Der Unerbittliche.

Der Unerbittliche. Karl Schweri (1917-2001), Kämpfer für faire Preise


Manchmal war er hart, schroff und streitbar. Während Jahren hatte Karl Schweri immer Dutzende von Prozessen am Laufen. Sein erstes Vermögen machte er nach dem Krieg mit dem Handel mit Perlonfasern und Kugelschreibern. Dann führte er bankenunabhängige Immobilienfonds ein und hatte die Idee für das erste Shoppingcenter der Schweiz in Spreitenbach. Aber die Grossbanken drängten ihn aus dem Geschäft. Als 1967 die Preisbindung für Markenartikel fiel, verwandelte er seine kleine Kette von Tante-Emma-Läden in hohem Tempo in ein stolzes Geschwader von modernen Discountern. Jahrzehntelang war Karl Schweri als Störenfried in der kartellfreundlichen schweizerischen Wirtschaft aktiv und erfolgreich. Besonders ausdauernd kämpfte er gegen den Machtanspruch der Bierbrauer und der Tabakindustrie. Schweris grosses Vorbild war Gottlieb Duttweiler. Er lancierte Volksinitiativen und ergriff Referenden am laufenden Band. Für dieses Buch hat die Denner AG erstmals ihre Archive geöffnet – und es kamen viele spannende Überraschungen zum Vorschein, auch über Schweris Medienprojekte, den Kauf von Franz Carl Weber und die Affäre Maspoli.



Und es funktioniert!

Walter Fust ist einer der erfolgreichsten Detailhändler der Schweiz. Warum seine Karriere funktioniert hat und wie wichtig der «dipl. Ing.» für diese Erfolgsgeschichte war, beschreibt ein soeben erschienenes Buch zum 50jährigen Bestehen des Unternehmens.


«Ich gebe Dir höchstens ein Jahr», prophezeite Vater Fust, als sein Sohn am Eigerplatz in Bern sein erstes, kleines Geschäft für Waschmaschinen und Kühltruhen eröffnete. «Das war meine beste Motivation», sagt Walter Fust fünfzig Jahre später. Er hat die grösste Schweizer Kette für Elektro-Haushaltgeräte, Unterhaltungselektronik und Computer-Hardware aufgebaut und 2003 erfolgreich verkauft. Dieses Buch erzählt von einem Unternehmer, der immer eine Idee mehr hatte als andere und z.B. seinen Titel «Dipl. Ing.» als Markenzeichen für Servicequalität einsetzte. Freimütig spricht Walter Fust über seine Erfolgsgeheimnisse im Detailhandel, über Konkurrenzkämpfe und darüber, dass nie der Preis allein entscheidet. Besonders spannend ist die komplette Geschichte um Jelmoli und dessen goldenen Liegenschaftenbestand. Als einer der 300 reichsten Schweizer investiert Walter Fust heute in den Werkplatz Schweiz (Starrag, Tornos u.a.).



Die Kraft der unscheinbaren Dinge

Die Urner Dätwyler Gruppe legt in ihrem Jubiläumsbuch eine faszinierende Firmenbiografie vor: Vom verschuldeten Staatsbetrieb zum weltweit erfolgreichen Konzern, der unter anderem jedes zweite Auto ausrüstet, das auf der Welt gebaut wird. Am 26. Februar 2015 wurde das Buch in Altdorf vor 400 Gästen präsentiert.


Während des Ersten Weltkriegs sanierte der junge Branchenkenner Adolf Dätwyler eine Kabel- und Gummifabrik, welche die Vorgängerin der Urner Kantonalbank mit zu hohen Krediten ausgestattet hatte. Dätwyler wurde ein Spezialist für die Herstellung von Kabeln und von Gummiteilen aller Art für Industrie, Bau und Haushalt. Peter und Max Dätwyler führten das Unternehmen nach dem Tod ihres Vaters 1958 mit viel Geschick weiter und expandierten ins Ausland.

Dass die besondere Biografie des Unternehmens auch eine besondere Verbundenheit mit dem Urkanton am Gotthard begründete, ist eins der Leitthemen in dem Buch, das die Dätwyler Stiftung und das Unternehmen gemeinsam zum hundertjährigen Bestehen im Jahre 2015 herausgeben. Als Verfasser zeichnen der quellensichere Historiker Christoph Zurfluh und der erfahrene Sachbuchautor Karl Lüönd. Beide sind in Uri aufgewachsen und mit den Besonderheiten des Bergkantons vertraut.




Ein Buch – aber wie machen?

Einmal entspannt und vertieft erzählen, worum es geht. Ohne Platznot und Formatzwang, dafür mit schönen Bildern für aufmerksame Leser. Zeit für ein Buch? Für ein Auftragswerk? Für die Fachzeitschrift «MK Marketing & Kommunikation» hat er das Wichtigste zusammengefasst. Karl Lüönd hat seit den 1990er Jahren schon rund 60 Auftragswerke realisiert.